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Aus der Chronik der Brücke von 1200 bis 1900

Die „Alte Elsterbrücke“ in Plauen ist ein denkmalgeschütztes Bauwerk, sie ist eine der ältesten noch erhaltenen Steinbogenbrücken Mitteleuropas. Ihre erste urkundliche Erwähnung als „Pons lapideus“ (steinerne Brücke) geht auf das Jahr 1244 zurück.

Planskizze

                             Planskizze von Plauen, 1536 Nachzeichnung in Mitteilung d. Altertumsvereins zu Plauen, 24/1914,S.106

Zwei der ältesten Handelsstraßen von Regensburg und Augsburg trafen in Plauen zusammen, um die Weiße Elster zu überqueren und nach Thüringen und nach Osten weiterzuführen. Der schnell gestiegene Süd-Ost-Verkehr machte es schon bald nach 1200 nötig, den primitiven Fährverkehr durch steinerne Brückenbauten zu ersetzen. Einer Legende besagt, dass Nürnberger Kaufleute für den Bau der Brücke zwischen 1230 und 1244 verantwortlich seien. Die Brücke gehörte zur alten Stadtbefestigung der frühen Siedlung „Plawe“ , wo Kaufleute und Handwerker ihren Gewinn aus der günstigen Verkehrslage gezogen und sich an diesem sehr alten Knotenpunkt und Elsterübergang niedergelassen haben.

Zeichng Dillich
alte Zeichnung nach W. Dillich um 1630

Die Brücke überspannt die Elster und den Mühlgraben in einer Länge von 75 m und 7 m Breite mit 6 Steinbögen aus plattig brechendem Tonschiefer der Gegend und gilt als ein für diese Zeit beachtliches Ingenieurbauwerk. Es konnte bisher noch nicht genau nachgewiesen werden, wie die Gründung der 5 Brückenpfeiler zu Anfang des 13. Jahrhunderts technisch bewerkstelligt wurde. Über die ehemaligen Brückenaufbauten, die beiden Türme und hohen Wangenmauern, lassen sich keine genaueren Angaben mehr machen. An Stelle der festen Steingewölbe muss in den beiden Tordurchgängen der Türme ein Holzbohlenbelag  - wegnehmbar oder aufziehbar- eingerichtet gewesen sein, so dass im Gefahrenfall beide Torduchgänge unpassierbar gemacht werden konnten. Die hohen Brückenwangenmauern dienten zugleich als Wehrmauern mit senkrechten Schießscharten.

Buch Schramm
Abbildung nach Schramms Brückenbuch 1735

Zwischen Mühlgraben und Elster blieb ein Werder von nur 14 m Breite auf dem erst eine Herberge - die wohl älteste Plauens - und in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderte ein Hospital errichtet wurde.
Gravierende Veränderungen an der Brücke vollzogen sich um 1630 und im 19. Jahrhundert, bei denen die Brückentürme abgerissen wurden.

Foto 1870
Foto um 1870

1888 wurde die Brücke nach einer Verbreiterung mit einem Stahlüberbau, der später die Gleisanlage der Straßenbahn aufnahm, neu eingeweiht und in König-Albert-Brücke umbenannt.Mitte des 19. Jh. entwickelte sich Plauen, bedingt durch das Aufblühen der Textilindustrie nach und nach zu einer Großstadt. Nach dem Bau der Eisenbahn mussten Entfernungen zurückgelegt werden, die mit Gepäck nur schwerlich zu bewältigen waren. Erste Fuhrunternehmen mit Droschken entstanden bis am 29.05.1893 der Vertrag zwischen der Stadt Plauen und der AEG über den Bau einer elektrischen Straßenbahn geschlossen wurde.

Stahlüberbau
Stahlüberbau

 

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